Die zwei Azubis, die heimlich Schnaps in die Limo gekippt haben – bis der Gastkindergeburtstag eskaliert ist
Von Brause, Besäufnis und pädagogischem Totalschaden.
Der Laden war so’n Ding mit Familiencharme.
Kindermenüs, Bastelsets, ein Maskottchen in Tierkostüm, das alle hassen, aber keiner abschafft,
und diese abgefuckten Mottotage mit „Kreativstation“ und „Pasta zum Selberbelegen“.
Kotzgrenze: täglich.
Aber hey – Umsatz ist Umsatz.
An dem Tag:
→ 14 Kinder
→ 2 überforderte Mütter
→ 1 Geburtstagskind mit Goldkrone auf’m Kopf
→ und: unsere zwei Azubi-Spezialisten in der Schicht.
Nennen wir sie: Lukas & Finn.
Beide jung, frech, und absolut ungeeignet für die Arbeit mit irgendwas, das jünger ist als Vodka.
Die Limo des Grauens
Wir haben so’n Standard-Kindergetränk:
→ Orangensaft
→ Zitronenbrause
→ und ein Sirupschuss für „bunten Effekt“.
Wird in so ’ner Glaskaraffe gebracht, mit Plastikstrohhalmen und buntem Schirmchen.
Kinder lieben das. Erwachsene kriegen Karies vom Angucken.
Lukas steht in der Abgabe, schaut Finn an und sagt – halb ironisch, halb geisteskrank:
„Digga, stell dir vor, wir würden da n’ Schuss reinkippen.“
Finn lacht.
Grinst.
Und sagt den einen Satz,
der jede Gastro-Katastrophe einleitet:
„Komm, keiner merkt’s.“
Und dann:
→ Finn nimmt den Wodka aus der Bar (Restflasche, nicht gebucht)
→ Lukas kippt „so ganz bisschen“ in die Karaffe
→ und zack – 1,5 Liter Kinderparty-Sprit ist auf’m Weg an Tisch 7.
Erst war’s lustig.
Die Kinder? Lauter als sonst.
Lachen, johlen, kichern.
Einer will tanzen, der andere schreit nach Chips, obwohl wir keine haben.
Wir dachten erst: Zuckerflash.
Bis das Geburtstagskind plötzlich beim Pizzaessen vom Stuhl kippt –
und sagt: „Mir ist… flauschig.“
Ich geh hin.
Kind stinkt nach Wodka.
WODKA.
AUS DEM MAUL.
Nicht aus’m Mund –
aus dem verdammten Innersten.
Ich renn in die Küche, riech an der Karaffe –
BOOM. Absolut. Kein Zweifel.
Da drin schwimmt mehr Russe als bei ’nem Auswärtsspiel von Dynamo Moskau.
Der GAU
Wir rufen die Eltern.
Die kommen panisch.
Eins der Kinder hat gekotzt – auf ’nen Luftballon.
Eins heult, weil die Welt wackelt.
Eins pennt auf’m Tisch.
UND ZWEI AZUBIS VERSTECKEN SICH IM TROCKENLAGER.
Chef kommt.
Weiß nix.
Ich sag’s ihm.
Er starrt mich an, als hätt ich ihm gerade gesagt, dass die Soßierin schwanger von ihm ist.
Dann brüllt er durch den Laden:
„WER HAT DIE KLEINEN ABGESCHOSSEN?!“
Konsequenzen?
→ Eltern drohen mit Anwalt.
→ Kinder bekommen Saft auf Lebenszeit.
→ Azubis?
RAUS.
FRISTLOS.
Und mit Hausverbot.
Ich glaub, Finn macht jetzt TikToks über „seine toxische Gastro-Zeit“.
Lukas wurde zuletzt gesehen – in ’ner Shisha-Bar beim Cocktail-Mixen mit O-Saft.
Fazit:
Kinder & Alkohol?
Keine gute Kombi.
Nicht im Kopf.
Nicht im Glas.
Und ganz sicher nicht im fucking Karaffenset mit buntem Strohhalm.
Wenn du denkst, du kannst in der Gastro „mal n’ Scherz machen“,
und der Scherz hat Promille –
dann wirst du schneller rausgekegelt, als du „Happy Birthday“ sagen kannst.
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